

2014 verlegte der Künstler Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in der Stadt Mendig und errichtete damit ein Denkmal für die im Nationalsozialismus (1933 – 1945) verfolgten, entrechteten und ermordeten Menschen dieser Terrorherrschaft. Stolpersteine findet man in vielen Städten, in Mendig inzwischen 37 an der Zahl. Es handelt sich um ein Gedenken an jüdische Familien, Menschen, die der Volksgruppe der Sinti angehören und zwei christliche Geistliche. Unter den Opfern befinden sich alte Menschen, Kinder und auch Kranke. Seit 2015 putzen und polieren Mendiger Schüler und Schülerinnen im November die Stolpersteine, damit sie zum Gedenktag am 09. November wieder glänzen und die Namen dieser Menschen wieder lesbar sind. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, heißt es im Talmud, einem der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums.
Am 09. November wird in ganz Deutschland dieser Opfer gedacht, denn in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten überall in Deutschland die Synagogen, so auch in Mendig. Während der Reichspogromnacht, 9. November 1938, zerschlugen organisierte Schlägertrupps jüdische Wohnungen und Geschäfte, ihre Gotteshäuser, sie folterten, töteten und verschleppten Tausende Jüdinnen und Juden. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte.
Dieses Jahr beteiligten sich 19 Schülerinnen und Schüler freiwillig an der Aktion, sie schrubbten eifrig zwei Stunden lang, bis das Messing der Steine wieder glänzte. Lara Hallfell und Jimmy Müller machten sich zusätzlich am Samstag, 08.11.25 vormittags auf den Weg und verteilten weiße Rosen auf die polierten Steine, damit sich in Mendig pünktlich zum 09.11. würdig an diese Menschen erinnert werden kann.
Wie jedes Jahr spendete das Blumenhaus Geilen die weißen Rosen, was deutlich zeigt, dass die Mendiger Bürger diese Aktion nicht nur begrüßen, sondern auch unterstützen. Eine Anwohnerin verteilte sogar Süßigkeiten an die fleißigen Jugendlichen.
Im Anschluss an die Putzaktion versammelten sich alle Jugendlichen mit ihren Lehrerinnen Kristina Merten und Ulrike Waasem am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge. Der Mendiger Stadtbürgermeister Herr Grün sprach den Jugendlichen persönlich den Dank der Stadt Mendig für ihr ehrenamtliches Engagement aus und überreichte als Zeichen der Anerkennung MC Donalds Gutscheine und Blumen.
Der Schulleiter Herr Waters erschien ebenfalls persönlich und brachte damit auch die Wertschätzung der Schulgemeinschaft für diese fleißige Gruppe zum Ausdruck.
An diese Aktion beteiligten sich folgende Schülerinnen und Schüler:
B9a: Leyla Hecht, Finn Hermes, Jasmin Oswald
B9b: Tim Kretzer, Mikel Lanz
S9a: Medina Böhm, Philipp Nolte, Linda Richter, Elissa Habsono, Luca Wolff
10b: Tim Arenz, Lara Hallfell, Jannik Höblich, Timo Karbe, Jimmy Müller, Lea Schäfer, Raffael Schmidt, Evan Stammer, Tia Welsch
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