

Aus einer Schüleridee wird echte Veränderung: An der Laacher-See-Realschule plus haben zwei Toilettenanlagen ein ordentliches Upgrade bekommen – moderner, freundlicher und mit einem Konzept, bei dem die Schülerinnen und Schüler selbst eine entscheidende Rolle spielen.
Den Anstoß gaben die Abschlussklassen des letzten Schuljahres. Die bisherigen Zustände? Für sie keine Dauerlösung. Statt sich damit abzufinden, entwickelten sie gemeinsam mit dem Steuerungsteam der Schule ein Konzept für die Neugestaltung – und machten dabei von Anfang an klar: Wir wollen nicht nur Veränderung, wir übernehmen auch Verantwortung dafür.

Deshalb gehören künftig auch von Schülerinnen und Schülern organisierte Aufsichten zum Konzept. Denn neue Ausstattung ist das eine – ein respektvoller Umgang damit das andere.
Geöffnet sind unsere beiden TOLL-etten ausschließlich in den beiden großen Pausen. In dieser Zeit übernehmen engagierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 die Aufsicht. Und dabei gilt ganz ausdrücklich: Jeder ist willkommen!
Natürlich muss auch außerhalb der großen Pausen niemand „durchhalten“: Die anderen Toilettenanlagen der Schule bleiben weiterhin während des gesamten Schultages geöffnet.
Der Kreis macht’s möglich
Mit ihrer Idee konnten die Schülerinnen und Schüler auch den Kreis Mayen-Koblenz (MYK) überzeugen. Der Schulträger unterstützte das Projekt tatkräftig und finanzierte unter anderem neue Abfallbehälter, Toilettensitze und -bürsten, moderne Handwasch- und Handtuchspender sowie neue Urinale in der Jungentoilette.
Aber Hand aufs Herz: Nur neue Toilettenbürsten machen noch keine schöne Schultoilette.
Also durfte es auch ein bisschen gemütlicher werden. Dekorationen, Raumdüfte und liebevoll ausgestattete Hygieneartikelwagen sorgen dafür, dass die Räume heute kaum wiederzuerkennen sind.
Auch unser Förderverein war mit an Bord: Er unterstützte die Gestaltung und übernahm zusätzlich die Finanzierung eines Tampon- und Bindenautomaten für die Mädchentoilette.
Meckern kann jeder. Machen ist besser.
Genau das macht dieses Projekt besonders. Die Schülerinnen und Schüler haben gesehen, dass etwas nicht gut läuft – und nicht darauf gewartet, dass andere es ändern. Sie haben Ideen entwickelt, ein Konzept erarbeitet, Unterstützung gewonnen und übernehmen nun selbst Verantwortung.
So wurden aus zwei eher ungeliebten Orten unsere neuen TOLL-etten-Anlagen.
Ein Projekt, das zeigt, was möglich ist, wenn Schülerinnen und Schüler, Schule, Schulträger und Förderverein gemeinsam anpacken.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eines:
Dass es so schön bleibt. Und dafür sind wir alle zuständig.
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